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Surferin und 49er Segler erreichen bei ihren EM´s den B-Kader
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Montag, 12. Juli 2010
Surferin Moana Delle hat zum richtigen Zeitpunkt ihre Toppleistung abgerufen. Bei der Europameisterschaft in Sopot/Polen fuhr die 21-Jährige auf Platz fünf und erfüllte damit das B-Kader-Kriterium!

Pure Glücksgefühle für Surferin Moana Delle: Bei der Europameisterschaft in der olympischen RS:X-Klasse übertraf die 21-Jährige alle Erwartungen, surfte mit einer beständigen Serie inmitten der Weltelite auf Gesamtplatz fünf und erfüllte damit bereits jetzt das B-Kader-Kriterium für das kommende Jahr.
Im strahlenden Sommerwetter vor der Küste von Sopot in Polen erwischte die Kielerin einen fast perfekten Lauf über zehn Rennen und untermauerte mit Platz vier im Medal-Race ihre Ambitionen auf einen Olympiastart in 2012. Erschöpft, aber glücklich lachend kehrte die Athletin des Segelklubs Bayer Uerdingen nach dem Medal-Race an Land zurück, nahm dort die Glückwünsche der Konkurrenz entgegen. „Das ist der Hammer! Unglaublich! Ich bin total glücklich“, sprudelte Moana Delle vor Freude. Sechs Tage lang hatte sie den schwierigen Bedingungen an der polnischen Küste getrotzt, sich zunächst in den kraftzehrenden Pumpbedingungen der ersten drei Tage in beste Position gebracht und diese dann bei Gleitwind-Bedingungen abgesichert. „Mit Schwachwind bin ich zuletzt schon immer gut klar gekommen. Dass es jetzt auch bei Gleitwind so gut geklappt hat, war einfach super“, berichtete die Ex-Soesterin. Der Schlüssel zum Erfolg in Sopot war die Konstanz. Sieben Top-Ten-Platzierungen in den zehn Rennen unter 45 Konkurrentinnen hielten die 21-Jährige lange sogar in Medaillennähe. Dabei hielt sich Moana Delle im Startgewimmel eher immer etwas zurück. „Aber taktisch hat es bei den drehenden Winden hervorragend geklappt. Meist war ich an der ersten Tonne schon wieder vorn mit dabei.“ Große mentale Stärke bewies die einzige deutsche EM-Starterin in Sopot dann im Medal-Race. Im dicht gestaffelten Feld der besten zehn Surferinnen hielt sie die Konkurrenz auf Distanz, war an der ersten Bahnmarke Dritte und sicherte schließlich mit Platz vier im Finale den herausragenden fünften Gesamtrang. Damit ließ sie diverse Favoritinnen hinter sich, wie die britische Weltranglistenerste Bryony Shaw und die Kieler-Woche-Siegerin 2010 Agata Brygola (Polen). An der Spitze verdrängte die spanische Spitzensurferin Marina Alabau das italienische Riesentalent Laura Linares noch von der Goldposition. Auf Rang drei folgte die polnische Lokalmatadorin Zofia Noceti-Klepacka vor der viermaligen Olympia-Medaillengewinnerin Alessandra Sensini (Italien). Mit dieser Toppplatzierung hat Moana Delle schon jetzt das Saison-Soll erfüllt und kann sich ganz entspannt auf die Weltmeisterschaft Ende August in Kerteminde/Dänemark vorbereiten. „Die EM war überraschend zum Kader-Wettkampf erklärt worden und ursprünglich für mich nur eine Aufbau-Regatta. Dass es nun so gut gelaufen ist, nimmt den Druck für die WM. Trotzdem will ich dort natürlich einen guten Wettkampf abliefern“, freut sich Moana Delle auf den Saison-Höhepunkt.
aus www.moana-delle.de


Ebenfalls am Start bei dieser EM, allerdings das erste Mal mit einem 9,5 m² Rigg war der Surfer Moritz Schoentag. Der Internatsschüler aus dem Kieler Sportinternat musste sich allerdings zunächst hinten einreihen und sich im Feld der Männer neu finden.


EM der 49er während der Gdynia Sailing Days /POL
aus www.keep-an-eye.de

Das Saisonziel übertroffen hat die Flensburger 49er Crew, um den Steuermann Lennart Briesenick-Pudenz (22) und den Vorschoter Morten Massmann (25), sie belegen zum Abschluss der 49er Europameisterschaft den 13. Platz in einem Feld von 82 Teilnehmern aus 28 Nationen.
Der letzte Tag der Europameisterschaft in Gdynia (Polen) verlief unspektakulär und mit nur einem Rennen. Kurz zusammen gefasst lief dieses für die Crew vom FSC (Flensburger Segel Club) nicht gut. Leichte Speedprobleme und kleinere taktische Fehler sorgten für einen 16. Platz im letzten Rennen. Damit war die Minimalchance für das Medalrace dahin.
„Wir haben als gesamt 13. unser Saisonziel erreicht. Wir hatten angestrebt unter den besten 16 europäischen Teams zu landen um die Norm für den B-Kader der Nationalmannschaft zu erreichen und dies ist uns gelungen. Wir sind das 11. beste europäische Team, da vor uns noch ein Neuseeländer und ein Australier liegen“, sagte Briesenick-Pudenz.
Auf Platz 16 haben ebenfalls einen B-Kader eingefahren die Kieler Tobias Schadewaldt und Hannes Baumann, dritte im Silberfleet wurden Erik Heil / Thomas Plössel, die zuvor die Goldflotte denkbar knapp verpasst hatten, sie waren auf Platz 26 punktgleich mit dem 25ten ausgeschieden.
Jetzt liegt eine etwas ruhigere Zeit vor ihnen, ehe es in knapp einem Monat zum Training nach Weymouth geht. Dort steht dann wenig später auch der letzte Weltcup an.


www.schadewaldt-baumann.de
www.sailingteam-hp.de

 

 

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